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DIE LINKE im Rat der Stadt Warstein

(c) Westfalenpost

DIE LINKE im Rat der Stadt Warstein

Kirchturmdenken wider die Entwicklung der Einkauflandschaft im Möhnetal

Es ist sehr enttäuschend, dass der Stadtentwicklungsausschuss letzte Woche den SPD-Antrag zur „Verbesserung der Grund- und Nahversorgung im Möhnetal“ knapp abgelehnt hat. Nicht mal Kompromisse wollte man machen.

Warum haben sich wohl Aldi und Lidl in Sichtigvor angesiedelt, und nicht in Belecke? Vor langer Zeit ist einmal, nach damaligem Eindruck, politisch entschieden worden, eine Rangfolge festzulegen, so sei Warstein ein „Hauptzentrum“, Belecke sei ein „Nebenzentrum“ und das ganze (!) Möhnetal sei eine „wohnortnahe Versorgung“. Die Rangfolge diente dazu, zu verhindern, dass Kommerzflächen uferlos wachsen und nachher massenhaft leer stehen. Das hatte da ja auch noch Sinn. 

Der Standort Sichtigvor, Möhne- und Fritz Joseph Straße, ist doch längst mehr als nur Nahversorgung. Da findet doch u. a. aufgrund des riesigen Einzugsgebietes von Niederbergheim über Allagen, Waldhausen, Mülheim (und sicher auch Teilen von Belecke auf der Durchfahrt) eine Abstimmung mit den Füßen statt. Hinzu kommt sicher noch der allgemeine Durchfahrverkehr der B516, die nun mal direkt daran vorbeiführt.

Da will man angeblich die Geschäfte in Belecke schützen, hat aber kein Problem damit einen weiteren Einkaufsmarkt an der Schule bauen zu lassen! Ist das keine Konkurrenz für die vorhandenen Geschäfte? Leider gewinnt man bei den Belecker Politikern immer mehr den Eindruck, Politik ist für sie nur gut, wenn etwas für Belecke gemacht wird. Wenn man mal überlegt, was in den letzten Jahren an Stadtgeldern nach Belecke geflossen ist, nehmen wir nur die Sanierung der Theateraula oder des Wilkeplatzes, dann sollte man doch eigentlich erwarten, dass auch die Belecker Politik dies in ihrem Anspruchsdenken mal berücksichtigt und vielleicht anderen auch mal was gönnt! Das Plattmachen kleiner Ortsteile muss aufhören. 

Wäre das Waldfreibad nicht in Hirschberg, sondern in Belecke, so könnte man sicher sein, es würde wieder aufgemacht, für Hirschberg kann man nur hoffen, dass sich das Kirchturmdenken, das scheinbar in einigen Warsteiner Ortsteilen vorherrscht, nicht dieses hervorragende Engagement in Hirschberg zunichte macht.  

Dass es in Sichtigvor keinen protzigen Platz braucht, wie den Wilkeplatz in Belecke, dürfte doch jedem klar sein, aber dass man mit Polit-Taktiken aufgrund einer überholten, nicht mehr stimmigen willkürlichen Rangfolge eine Drogeriemarkt verhindern will, den es ja vorher mit der Schleckerfiliale im alten Konsum Gebäude bereits gab, oder auch Ärztehäuser etc., ist billiger Eigennutz eines anderen Stadtteils, nicht eine Gesammtschau des Ganzen zum Wohle Aller. Der Belecker Applaus für Ortsvorsteherin Bertling in der Stadtentwicklungs-Ausschuss-Sitzung macht das leider allzu deutlich! Das ist keine Politik für alle Bürger. 

Liebe Belecker Politiker: Ein wenig Bescheidenheit, nach dem was man alles schon selbst bekommen hat, wäre sicher angebracht, sonst stimmt es nachher wirklich noch, dass die Bürger aus dem Möhnetal sagen:“ ...ja, wir sind leider auch Warsteiner“! 

Manfred Weretecki
Hans-Otto Spanke


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