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DIE LINKE. Warstein

Leserbriefantwort: Windkraftanlagen im Arnsberger Wald

Windenergie: Ausbau nur naturverträglich

Weiter geht es mit den Leserbriefen um die geplanten Windkraftanlagen im Arnsberger Wald. Marcel Papenfort meint der Wald wäre nur Rohstofflieferant. Die riesigen Türme mit ihren tausenden Kubikmetern Beton wären nur minimale Eingriffe in den Wald. Er sieht in den E-Autos die Zukunft, ohne auch nur daran zu denken, unter welchen Bedingungen die Rohstoffe für die Batterien gewonnen werden.
 


Lieber Herr Papenfort,
ich finde nicht, dass man den Waldbauern hier einen großen Vorwurf machen kann. Dass wir hier einen so hohen Anteil an Fichten haben, ist sicherlich auch der Not nach dem 2. Weltkrieg geschuldet, weil man halt schnell nachwachsendes Holz brauchte. Die Geldgier der Investoren mit dem Haushaltsloch gleichzusetzen welches der Stadt wegen der geringeren Einnahmen durch den Holzverkauf droht, ist allerdings schon abenteuerlich! Im übrigen finde ich, dass Wald eh in kommunaler Hand sein sollte, schon alleine um von zentraler Stelle die Neuanpflanzungen zu planen und auszuführen. Ich behaupte auch nicht, dass der ganze Wald zubetoniert wird sondern, dass wenn dort 15 große Windkraftanlagen aufgestellt würden, der Wald zwischen Sichtigvor und Hirschberg einem Industriegebiet gleichen würde.

Glauben sie ernsthaft der Wald hätte dann noch Erholungscharakter? 
Sie sagen, ich hätte von einem Flächennutzungsplan gesprochen, wo sie das gelesen haben erschließt sich mir nicht. In meinem Leserbrief schrieb ich von dem jetzt aufzustellendem Landschaftsplan, den der Kreis Soest aufstellen muss. Ich vermute aber mal, dass sie diesen Plan meinen? Schön, dass sie das Ergebnis schon wissen! Ich hatte nur der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass so ein Plan neue Naturschutzgebiete ausweist und dadurch die vorhanden Bachläufe und Biotope besser schützt, was sicherlich Einschränkungen für die Windkraft an diesen Stellen bedeuten würde.
 
Die angesprochenen Menschenrechtsverletzungen, die die ewigen Schwarzseher, wie sie sie nennen, bei der Elektromoblität finden könnten, sind leider real. 
Klar, dass sie dies nicht so sehen, was interessieren sie ausgebeutete Kinder in Afrika, was interessiert sie wie viel Tausende von Litern Wasser für eine Batterie verbraucht werden. Dass dieses fehlende Wasser dazu führt, dass dort die Brunnen austrocknen, ist ihnen natürlich auch egal?

Hier gilt für uns LINKE das Gleiche wie bei Windkraft, solange hierfür Natur nicht zerstört wird unterstützen wir das natürlich. Da die Batterietechnik zur Zeit aber noch nicht soweit ist und dadurch Menschen gefährdet und Natur zerstört wird ist dies noch nicht die Technik die die Umwelt rettet.

Auch wenn sie meinen mit ihren ellenlangen Leserbrief die Menschen zu überzeugen, zumindest bei uns wird ihnen dies nicht gelingen.

Mit freundlichem Gruß

Manfred Weretecki