Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Heiner Stümmler

„Wer im Glashaus sitzt...“

Zur Berichterstattung und dem Leserbrief von Bernd Milke (FDP Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Soest) über Theodor Heuss:

Sehr geehrter Herr Milke,
Mit einigem Erstaunen habe ich Ihre Kommentare zum Leserbrief des Herrn Lisztewink zur Kenntnis genommen und möchte hierzu Stellung beziehen.Auf Aktivitäten während der Zeit der Nazi-Diktatur hinzuweisen, sehe ich als Grundrecht unserer Demokratie und nicht wie Sie es formulieren als „verbalen Dreck“. Ich würde Ihnen als politisch aktiven Menschen einen etwas gemäßigteren Tonfall wünschen. Solche Kraftausdrücke gehören wohl dann doch eher auch in diese dunkle Zeit und sollten der Vergangenheit angehören. Sie schreiben, Herr L. solle sich um „führende Leute“ seiner eigenen Partei kümmern, um deren Stasi-Vergangenheit aufzuarbeiten.

Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen und Ihnen und der Leserschaft einige Namen von (ehemals führenden) FDP-Mitgliedern nennen, die allesamt trotz ihrer Zugehörigkeit und aktivem Tun während der Zeit der Hitler-Diktatur im Nachkriegsdeutschland in Ihrer Partei demokratisch gewählt wurden und zum Teil in Spitzenpositionen im NRW-Landtagtätig waren. Achenbach, Bachteler, Beine, Best, Herzberg, Kohlhase, Külbs, Lange, Möller, Rasche, Stolle, Willi Weyer und Bernhard Wilde (ehem. Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag), Zoglmann. Die genannten Personen waren mindestens Mitglieder der NSDAP und haben ihre Mitgliedschaft trotz vorliegender Beweise zum Teil nicht zugegeben. Die Liste lässt sich weiter fortführen. 

Zum Schluss fällt mir ein passendes Wort ein: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen – oder verbalem Dreck – werfen!

Heiner Stümmler, Sichtigvor