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Frieren statt heizen?!
Foto: Heath Alseike (flickr.com)

Martin Rediker

Unverschämte "Tipps" zum Heizkostensparen

Offener Brief von Martin Rediker, Lippstadt, an das Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv

Ihr Schreiben vom 21.08.2013 mit dem Betreff: „Kostensenkungsaufforderung Heizkosten“

Sehr geehrte Damen und Herren vom Jobcenter AHA,

Ihr o. a. Schreiben empfinde ich als eine bodenlose Frechheit und Unverschämtheit!

Zum einen liest es sich als Drohung Ihrerseits, ggfls. in Zukunft erneut auftretende Heizkostennachforderungen nicht mehr zu übernehmen, weiterhin ist es in einem Tenor geschrieben, als seien Hilfeberechtigte gem. dem SGB II nicht dazu in der Lage, wirtschaftlich angemessen und vernünftig zu heizen!Damit stellen Sie eine Bevölkerungsgruppe als solche unter eine Art von Generalverdacht, was eine unangemessene Frechheit Ihrerseits darstellt!

Für diese Annahme meinerseits sprechen auch insbesondere Ihre „beispielhaft aufgeführten Tipps“, wie während der Heizperiode Heizkosten einzusparen seien. Diese „Tipps“ bestehen lediglich aus einfachen Binsenweisheiten, wie etwa „die Raumtemperatur in der Nacht und bei Abwesenheit abzusenken“, und ähnliche weitere „Binsen“ mehr! Darauf wäre ich ja von alleine nie gekommen! Ich fordere Sie hiermit dazu auf, mich künftig mit derartigen „Tipps“ auf Kindergartenniveau zu verschonen!

Ich widerspreche hiermit ganz entschieden Ihrer Unterstellung, dass meine Heizkosten extrem hoch gewesen* seien! Bei einer Analyse meiner eingereichten Heizkostenabrechnung werden auch Sie feststellen, bzw. festgestellt haben, dass meine Heizkosten nicht extrem hoch waren, sondern angesichts der Witterung der letzten Heizperiode als durchaus angemessen zu bezeichnen sind.
Ansonsten hätten Sie mir sicherlich nicht zum ersten Male anstandslos, - ohne das ich, so wie in den vergangenen Jahren immer, Widerspruch einlegen, oder mit Klage drohen musste – die Heizkostennachforderung übernommen!
Weiterhin widerspreche ich ganz entschieden Ihrer Fristsetzung 28.02.2014, bis wohin ich Ihnen gegenüber Nachweise und Gründe vorlegen soll, warum es mir nicht möglich ist, eine Kostensenkung zu erreichen!
Vielmehr erinnere ich Sie daran, dass ich in den letzten Jahren Ihnen gegenüber dies bereits mehrfach getan habe!
Stichpunkte dazu: Die Deckenhöhe in meiner Wohnung, das Einkaufsverhalten meines Vermieters im Hinblick auf Heizöl; all dies sind Gründe, die ich nicht beeinflussen kann!!!Zudem das vergleichsweise extrem kalte Wetter während der letzten Heizperiode; darüber verlieren Sie kein einziges Wort, und dies spricht nicht für Sie!

Und auch durch das wiederholte Darlegen der Gründe, weswegen mir eine Kostensenkung im scheinbar von Ihnen erwarteten Umfang nicht möglich ist, verändern sich diese Gründe nicht!Oder verstehen Sie dieses Ihr Verhalten unter „Fördern und Fordern“?

Ihrer jetzt erneut ausgesprochenen Aufforderung, dass ich die Jahresendabrechnung meines Vermieters „unmittelbar nach Erhalt bei Ihnen einzureichen“ habe, bin ich erst vor wenigen Wochen nachgekommen, und habe dies in den vergangenen Jahren auch immer so gehandhabt! 

Was also soll jetzt diese völlig überflüssige erneute Aufforderung???Oder waren Sie einfach nicht dazu in der Lage, diesen Textbaustein aus Ihrem Schreiben herauszunehmen?
Wie dem auch sei, ich erkläre Ihnen gegenüber jetzt, dass ich es leid bin, mich von Ihrer Behörde bedrohen und für dumm verkaufen zu lassen!

Also ersparen Sie bitte dem Steuerzahler das Geld für das Porto solcher unsinnigen und meiner Meinung auch unverschämten Briefe!

Mit freundlichem Gruß

Martin Rediker