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Ernst See ger

Sommer schließt Freibad

12 Millionen ausgeben ist "sparen"?!

06.02.2011

Leserbrief an DER PATRIOT

Sommer schließt Freibad
 
Das Freibad in Lippstadt stand schon letztes Jahr auf der Streichliste der Stadtverwaltung. Wegen Protesten aus der Bevölkerung und den Parteien wurde das Freibad aber nicht geschlossen.

Jetzt hat Bürgermeister Sommer die Stadtverordneten im Winterschlaf überrascht.  Nur die Linken hielten die Wacht an der Lippe für die Bürger und stimmten dagegen.

Die Stadtverwaltung will einmalig 350.000 Euro durch die Schließung des Freibads sparen, um dann mit dem Bau des Kombibads jährlich 1,8 Millionen auszugeben. 1,8 Millionen sind das Doppelte der heutigen jährlichen Kosten für Frei- und Hallenbad.

Dabei haben die Stadtverordneten im Juli 2010 der Planung des Kombibads nur unter der Bedingung zugestimmt, dass „die Bäderverluste durch den Neubau des Kombi-Bads nicht wesentlich steigen“. Aufgrund von diesem Beschluss müsste der Stadtrat den Bau des Kombibads ablehnen.

Daher muss Bürgermeister Sommer zu Trick 17 mit Selbstüberlistung greifen und zwischen „operativen“ Kosten und Kosten durch Zinsen und Abschreibungen  unterscheiden. Man baut also ein neues Haus, weil dann die Unterhaltungskosten geringer sind. Dass man das neue Haus auch abbezahlen muss, scheint die Politiker nicht zu stören. Schulden gibt es ja sowieso genug.

Wer das Freibad aus Kostengründen schließt, um Geld für ein neues Schwimmbad für 12 Millionen zu sparen, der wird unglaubwürdig wenn er beteuert, er will Einsparungen vornehmen.

Aber erst mal Fakten schaffen und das Freibad schließen. Obwohl das neue Kombibad vom Stadtrat noch nicht mal beschlossen ist.

Ernst See ger, Lippstadt