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DIE LINKE. Kreis Soest

Kino: Der junge Karl Marx

Mit über 30 Genossinnen und Genossen waren wir zum Filmstart am 2. März im Kino in Lippstadt und haben "Der junge Karl Marx" geguckt. Michael Bruns, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt Lippstadt und Landtagskandidat war der lokale "Film-Pate".

Von Karl Marx hat wohl jeder schon gehört. Auf der Rangliste "Die 100 größten Deutschen" vom ZDF ist Karl Marx auf Platz 3 hinter Konrad Adenauer und Martin Luther. Dort heißt es: "Karl Marx gilt mit Friedrich Engels als Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, den man nach ihm auch Marxismus nannte. Während seine politischen Ideale oft missbraucht wurden, ist seine Bedeutung als Sozialtheoretiker unbestritten."

Karl Marx ist ein weltweit anerkannter Philosoph, Ökonom und Protagonist der Arbeiterbewegung. Karl Marx ist natürlich schon lange tot, nächstes Jahr wäre sein 200. Geburtstag. Sein Werk und Wirken hat aber bis heute Auswirkungen. Marx hat nämlich daran mitgewirkt, dass eine organisierte Arbeiterbewegung weltweit und in Deutschland entstand. Damit ist er ein Gründervater der SPD, DER LINKEN oder auch des DGB. Seine Leidenschaft war die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen, die Befreiung der Arbeiterklasse und die Demokratisierung der Gesellschaft. Die Herrschaft der besitzenden Minderheit soll durch die Herrschaft der arbeitenden und ausgebeuteten Mehrheit ersetzt werden. 

Begriffe wie "Arbeiterklasse" oder "Ausbeutung" klingen zwar nicht hip und modern. Der Gegensatz von Arbeit und Kapital ist aber nicht von gestern sondern aktuell. Die Arbeiterklasse ist nicht verschwunden oder wird weniger zahlreich. Mit inzwischen über 31 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nimmt die Arbeiterklasse sogar zu. Zudem muss man Schüler, Auszubildende, Studierende, Hausarbeit etc. eigentlich mitzählen. 

Der Begriff "Ausbeutung" beschreibt immer noch, was alltäglich passiert. Ob mit dem Hammer oder heute mehr mit dem Computer gearbeitet wird, ändert an den grundsätzlichen Wirtschaftsbeziehungen nichts. Kapital entsteht aus menschlicher Arbeit. 

Ich finde folgendes Zitat aus dem Hauptwerk von Marx "Das Kapital" - mit dem Werbung für den Film gemacht wurde - sehr schön: "Das Kapital ist verstorbene Arbeit, die sich nur vampyrmäßig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit, und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt." 

Ich finde es sehr schön, dass das Programm meiner Partei DIE LINKE Marx’ Vision aus dem Kommunistischen Manifest aufgreift: "An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist."

Eine Welt ohne Kriege, Umweltzerstörung, ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Diskriminierung, ohne Hunger, Armut und Unterentwicklung. Sie wird nur über den Weg einer umfassenden Demokratisierung aller Lebensbereiche möglich.


Michael Bruns