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Artikel aus dem Soester Anzeiger vom 01.06.2026.

„400 Aktenordner und 5.000 Einwendungen.“ Die Eröffnung der Windkraftanlagen am Rennweg in Warstein

Manfred Weretecki; Fraktionsvorsitzender Die Linke Warstein

Stellungnahme zum Artikel im Warsteiner Anzeiger vom 1. Juni 2026,

„400 Aktenordner und 5.000 Einwendungen.“

 

Leider hat der Warsteiner Anzeiger diese Stellungnahme trotz mehrfacher Nachfrage nicht veröffentlicht:

 

Stellungnahme zum Artikel im Warsteiner Anzeiger vom 1. Juni 2026, 

„400 Aktenordner und 5.000 Einwendungen.“

 

Da Marcel Papenfort, wie im Artikel beschrieben, offenbar viel Lob erhalten hat, sollte er sicherlich auch mit Kritik umgehen können.

Wie ebenfalls im Artikel dargestellt wird, hat es Marcel Papenfort geschafft, sich mit zahlreichen Leserbriefen in die Gunst von Westfalenwind zu schreiben. Dort gelang ihm offenbar ein bemerkenswerter Aufstieg bis hin zum Geschäftsführer der Windpark Rennweg Betreibergesellschaft. Aus unserer Sicht geschah dies jedoch nicht allein aus Gründen des Klimaschutzes, wie häufig betont wird, sondern auch aufgrund wirtschaftlicher Interessen.

Der sogenannte „Papenforst“ ist heute leider kein naturnaher Wald mehr, sondern aus unserer Sicht zu einem Industriewald geworden.

Wir als Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Warstein sehen keinen Anlass zum Feiern, wenn durch ein solches Projekt die Natur dauerhaft verändert und nach unserer Auffassung erheblich beeinträchtigt & zerstört wurde. Selbstverständlich ist Windenergie ein wichtiger Bestandteil für zukunftsfähiger, regenerativer und umweltfreundlicher Stromerzeugung. Jedoch sehen wir es keines Falls als Mehrwert an, für die Anlagen zur Stromerzeugung intakte Natur im Wald zu zerstören. 

Auch der ehemalige Bürgermeister Thomas Schöne wird von Herrn Tölle für seine „kluge Entscheidung“ gelobt. Für uns war diese Entscheidung jedoch alles andere als klug. Wer mit dem Versprechen gewählt wird: „Mit mir als Bürgermeister wird es keine Windräder am Rennweg geben“, sollte sich auch an diesem Versprechen messen lassen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben ihm gerade deshalb ihre Stimme gegeben.

Dass Herr Tölle den ehemaligen Gegnern die Hand reicht, ist grundsätzlich positiv. Dies lässt sich allerdings leicht sagen, wenn die eigenen Ziele vollständig erreicht wurden. Aus unserer Sicht ändert dies nichts daran, dass er und seine Mitstreiter aus dem Naturpark Arnsberger Wald einen Windkraft-Industriepark gemacht haben.

Auch wenn die Flächen rund um die Anlagen teilweise zurück gebaut werden, bleiben die Windkraftanlagen selbst ein dauerhafter Eingriff in das Landschaftsbild. Wo früher die Geräusche des Waldes die Atmosphäre prägten, sind heute die Rotoren der Anlagen wahrnehmbar.

Der Erholungswert dieses Waldgebietes ist aus unserer Sicht dauerhaft beeinträchtigt worden.

Das ist für uns kein Grund zum Feiern und kein Anlass für Stolz.

 

Zum Artikel selbst:

Der Artikel berichtet über die feierliche Eröffnung des Windparks Rennweg und blickt auf den langen Weg bis zur Fertigstellung zurück.

Die wichtigsten Punkte:

  • Der Windpark wurde nach jahrelanger Planung und Genehmigung eröffnet.
  • Nach den Beteiligten war das Projekt mit vielen Hürden verbunden:
    • rund 400 Aktenordner an Unterlagen,
    • etwa 5.000 Einwendungen im Genehmigungsverfahren,
    • zahlreiche Abstimmungen mit Behörden, Politikern und Grundstückseigentümern.
  • Die ersten Überlegungen für den Windpark reichen bis 2014 zurück.
  • Die Betreiber betonen im Artikel, dass alle Beteiligten viel Mut und Durchhaltevermögen bewiesen hätten.

Wirtschaftliche Bedeutung

  • Die Anlagen haben bereits in den ersten Monaten etwa 55 Millionen Kilowattstunden Strom produziert.
  • Das entspricht der Versorgung von rund 40.000 Haushalten.
  • Die Stadt Warstein profitiert finanziell:
    • etwa 30.000 Euro Gewerbesteuer jährlich,
    • zusätzliche Einnahmen durch die Windpark-Abgaben.
  • Zudem fließen Gelder an eine Bürgerstiftung, die lokale Projekte unterstützen soll.

Stimmen bei der Eröffnung

  • Geschäftsführer Heinrich-Wilhelm Tölle sprach von einem langen und schwierigen Prozess.
  • Felix Rubitschek hob hervor, wie aufwendig die Genehmigung gewesen sei.
  • Catharina Rubitschek-Hoff und weitere Beteiligte betonten die Bedeutung der Windenergie für die Energiewende.
  • Vertreter der Windkraftbranche lobten das Projekt als wichtigen Beitrag für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung.

Fazit:

Der Artikel stellt den Windpark Rennweg als ein erfolgreiches Großprojekt dar, das nach über zehn Jahren Planung trotz vieler Widerstände umgesetzt wurde. Die Beteiligten sehen ihn als wichtigen Beitrag zur Energiewende, zur regionalen Stromversorgung und zu zusätzlichen Einnahmen für die Stadt Warstein und ihre Bürger.

 

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