Mit Techno, Tanz und Diskussionen gegen Nazi-Demo
BUNT STATT BRAUN in Soest am 9. März 2013
DIE LINKE. Kreis Soest / DIE LINKE. Ortsverband Soest
Auch DIE LINKE stand selbstverständlich hinter der Gegenveranstaltung „Bunt statt Braun“, engagierte sich in der Organisation und beteiligte sich mit Ordnern und Vorschlägen für die Redebeiträge. Trotzdem hatte sich die Partei kurzfristig entschlossen, auch den jungen Leuten eine Möglichkeit zu geben auf ihre Art zu demonstrieren.
So kam es zu der Aktion zwischen Post und Petrikirche. Mit Technomusik, Tanz und Diskussionen machten zeitweilig über 100 junge Leute deutlich, dass Faschismus der falsche Weg ist.
Politische Aktionsformen ändern sich. Das merken alle Parteien. Gerade für viele junge Menschen ist es viel interessanter an Einzelaktionen mitzuwirken als sich Parteistrukturen unterzuordnen.
Das trifft letztlich sogar auf Demonstrationsformen zu, darum haben wir eine Möglichkeit geschaffen, hier mit lauter Musik zum Ausdruck zu bringen, wir wollen hier in Soest keine verlogenen Parolen von den Nazis hören!
"Wir haben diese Aktion nie als Gegenveranstaltung zu „Bunt statt Braun“ verstanden, wir hatten aber den Eindruck, dass sich junge Menschen bei der Großen Gegendemonstration möglicherweise nicht wiederfinden könnten", außerdem sollten auch die Nazis sehen und hören, dass es in Soest lautstarken Widerstand gegen sie gibt, erklärte der LINKEN-Kreisvorsitzende Manfred Weretecki.
Iris Fenzlein, Soester Ratsfrau für DIE LINKE hatte bei der Organisation von „Bunt statt Braun“ mitgeholfen: „Wir haben uns dann aufgeteilt, einige von uns blieben bei den jungen Leuten - und insbesondere die Mitglieder des Soester Ortsverbandes trafen sich am Marktplatz und machten die Gegendemo mit. Ich glaube es ist deutlich geworden, dass es nicht um eine Konkurrenzveranstaltung sondern sondern um eine weitere Farbe im bunten Spektrum ging.“
(Fotos: Bärbel Prünte)
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