25. August 2008 Manfred Weretecki

Zur Schließung des Telekom Callcenters in Meschede

Zur Schließung des Telekom Callcenters in Meschede

Schockiert mussten wir aus den Nachrichten entnehmen, dass die Telekom das Callcenter in Meschede schließen will. Hiervon sollen ca. 250 Personen betroffen sein.
Laut Telekom sollen die wegfallenden Arbeitsplätze in Dortmund wieder aufgebaut werden, weil man die Callcenter zentralisieren will. Warum dies erforderlich sein soll, ist nicht nachzuvollziehen. Beim heutigen Stand der Technik dürfte es nun wirklich kein Problem sein Standorte technisch und nicht räumlich zusammen zu legen.
Aber die Telekom hat hier sicher den kalten Arbeitsplatzabbau im Sinn, weil klar ist, dass Halbtagskräfte und hiervon gibt es in Meschede eine große Anzahl, dann nicht mit nach Dortmund gehen können, weil sie ihren sonstigen Verpflichtungen, durch Fahrzeiten von ca. 3 bis 4 Stunden pro Tag nicht mehr nachkommen könnten.
Hier wird deutlich, dass der Telekom das Wohlergehen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter völlig egal ist.
Gerade in unserem ländlichem Raum, ist es wichtig, dass so ein großer Arbeitgeber wie die Telekom erhalten bleiben muss, weil es hier kaum Möglichkeiten gibt einen anderen Arbeitsplatz zu finden.
Erstaunlich ist auch das Aufschreien der Politiker Merz und Co., die mit ihrer neoliberalen Politik, maßgeblich zu dieser sozialen Kälte beigetragen haben.
DIE LINKE. Kreisverband Soest und DIE LINKE. Kreisverband HSK unterstützen die Kolleginnen und Kollegen des Mescheder Callcenters und wir hoffen das die Telekom diese Entscheidung zurücknimmt. Denn wenn das Callcenter weg bricht, ist der ganze Standort Meschede in Gefahr. Meschede ist seit vielen Jahrzehnten Telekom Standort: sich vorzustellen, dass dies in absehbarer Zukunft nicht mehr sein soll, fällt uns als Bürger dieser Region sehr schwer!

Für DIE LINKE. Kreisverband Soest
Vorsitzender Manfred Weretecki

Für DIE LINKE. Kreisverband HSK
Sprecherin Beate Raberg



Telekom-Callcenter-Schließungen:
Pressemitteilung von MdB Klaus Ernst (DIE LINKE) vom 21.08.2008
Telekom kürzt weiter - Bundesregierung muss handeln

Die sogenannten Umstrukturierungspläne bei der Deutschen Telekom AG kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Unter dem Deckmantel der "Modernisierung von Call Centern" will die Telekom offensichtlich bis zu 8.000 Arbeitsplätze abbauen, zwei Drittel ihrer Call Center schließen. Die geplante Auslagerung der Technikzentren wird weitere 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zwingen, die gleiche Arbeit für weniger Geld zu erledigen. Wir fordern die Bundesregierung als größten Eigentümer des Konzerns auf, endlich Verantwortung für die Beschäftigungspolitik der Telekom zu übernehmen, das unsägliche Lohn-Dumping und den einseitig gewinnorientierten Abbau von Arbeitsplätzen zu beenden.

Allein für Bayern ist nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die Schließung von neun Standorten zu befürchten. Über 1.000 Arbeitsplätze wären dadurch bedroht. Das Angebot von Ersatzarbeitsplätzen in 100 bis 250 Kilometern Entfernung kann nur als schlechter Witz bezeichnet werden.

Im aktuellen Fall spricht die Informationspolitik der Telekom Bände: Während die Medien schon vom Abbau von bis zu 8.000 Arbeitsplätzen wussten, sind Gewerkschaften und Betriebsräte, Kommunen und Beschäftigte noch nicht einmal umfassend informiert.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Ernst