8. September 2017 DIE LINKE im Rat der Stadt Warstein

dm und Müller streiten um neuen Drogeriemarkt in Sichtigvor

Eigentlich könnte man sich ja über die Situation, mit jetzt zwei Anbietern für einen Drogeriemarkt in Sichtigvor, freuen. Aber eben nur eigentlich, da kämpft Herr Hecker monatelang darum einen Anbieter für einen Drogeriemarkt zu finden und jetzt wo mit der Firma Müller alles unter Dach und Fach ist, springt plötzlich Herr Kruse auf den Zug auf. Fairer Umgang sieht für mich anders aus.

Als Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss für DIE LINKE bin ich von Ferdi Kühle die ganze Zeit mit eingebunden gewesen und darum genauso empört über diese Entwicklung wie Ferdi. Unabhängig von dieser unfairen Vorgangsweise durch Herrn Kruse, ist sicherlich der Standort den er hier vorgibt alles andere als 

günstig. Der Parkplatz ist dort schon jetzt gut ausgelastet, der Drogeriemarkt würde jede Menge Platz wegnehmen, obwohl durch das neue Angebot dann noch zusätzliche Plätze gebraucht würden! Der Standort von Hecker würde eine bestehende Bebauung ablösen und hätte auch genügend Parkplätze!

Das im Zusammenhang mit dem Drogeriemarkt das Einzelhandelskonzept immer wieder gelobt wird, erstaunt mich allerdings auch. Das dieses neue EHK besser ist als das Alte bestreite ich nicht, ich halte es allerdings für unnötig. Das alte EHK hat verhindert, dass wir nicht schon längst einen Drogeriemarkt dort haben. Gespräche mit dem Besitzer der Blumenhalle, um an der Stelle eine Drogeriemarkt anzusiedeln scheiterten damals genau an diesem EHK. Vergessen sollte man auch nicht, dass die Belecker Vertreter 
bei der Erstellung des EHK einen Tausch Drogeriemarkt nach Sichtigvor und dafür Aldi nach Belecke ins Konzept geschrieben hatten. Das ist aber dann auf Druck von Heike Kruse und mir rausgenommen worden.

Ich halte solche Konzepte nach wie vor für bedenklich, wo man Menschen vorschreibt wo sie einkaufen sollen und Kaufleuten vorgibt wo sie sich niederlassen dürfen. Natürlich bin ich nicht dafür das irgendwo wild Geschäfte gebaut werden, das verhindert schon alleine das Baurecht und außerdem der Geschäftssinn der Kaufleute.

Man kann nur hoffen, dass sich das Bemühen von Herrn Hecker diesmal auszahlt und er nicht wieder von der Stadt Warstein enttäuscht wird. Wäre leider nicht das erste Mal.

Für DIE LINKE Warstein

Manfred Weretecki