DIE LINKE. Kreis Soest
Presseerklärung 26.01.2012
Kriminalisierung von Cannabis-KonsumentInnen beenden!
„Im Gegensatz zu Kornelia Witt vom Kreis-Gesundheitsamt vertreten wir - DIE LINKE - die Ansicht, dass glaubwürdige Suchtprävention erst nach einer Legalisierung offen und damit wirksam stattfinden kann. Der Vorschlag der Linksfraktion im Bundestag, Cannabis-Clubs zu erlauben, geht ganz klar in die richtige Richtung,“ so Martin Rediker, Mitglied im Kreisvorstand Soest der Partei DIE LINKE, der zugleich bei der Grünen Hilfe Netzwerk e. V. aktiv ist.
„In Cannabis-Clubs sollen sich Erwachsene mit ihrem Eigenbedarf versorgen können. Dadurch würde der kriminelle Schwarzmarkt wirksam bekämpft und ein glaubwürdiger Jugend- und Gesundheitsschutz könnte etabliert werden, “ so Rediker weiter. „Die Strafverfolgung von Cannabis-KonsumentInnen ist die schlimmste Nebenwirkung ihres Konsums! Wer für die Legalisierung eintritt, anstatt dem Hirngespinst einer drogenfreien Gesellschaft anzuhängen, verharmlost Drogen in keiner Weise, sondern nimmt ihre Existenz als Realität an und fördert einen verantwortungsvollen Umgang.“
Die anhaltende Kriminalisierung von Cannabis-Konsum besitzt keinerlei positive Effekte für die Gesellschaft. Dennoch verwendet die Bundesregierung ca. 1,6 Milliarden Euro für Repression und liegt damit an der europäischen Spitze. Gleichzeitig bringt sie innerhalb der Europäischen Union den geringsten Anteil für präventive Maßnahmen auf.