9. Oktober 2008 Manfred Weretecki, Hans-Otto Spanke

Schwarz-Roter Bürgermeisterkandidat

Leserbrief zum Artikel: Nominierung von Frank Maatz zum Bürgermeisterkandidaten durch die SPD. (Soester Anzeiger - Warstein 09.10.2008)
Frank Maatz Beigeordneter aus Meinerzhagen ist jetzt auch von der SPD fürs Bürgermeisteramt in Warstein mit 33 von 45 Stimmen gewählt worden. In diesem Artikel werden politische Gegner vom SPD Vorsitzenden Paul Köhler beschimpft.

Jetzt hat der herzlich inhaltsleere Frank Maatz auch die letzte Hürde genommen. Auch die SPD Warstein wählte ihn zum Bürgermeisterkandidaten. Gesagt hat er viel, sinnvolles eigentlich nichts.

Wenn man die Antworten von Herrn Maatz auf die Warsteiner Probleme liest, erkennt man wie viel Ahnung der Mann von der Stadt Warstein hat. „Kreative Lösungen bei der Stadtentwicklung, Schwerlastverkehr ist nicht förderlich, Trinkwasserschutz trotz Steinabbau", usw. keine konkreten kommunalen Aussagen, keine verständlichen Lösungen. Sprachliche Beliebigkeit.

Die Querelen um sein Kommen, dort wo er herkommt, wie auch hier, sind ja bekannt. Vielleicht schade, dass man, sehr wahrscheinlich, nicht überprüfen kann, wie lange er denn bleiben würde, denn mit einiger Sicherheit, wird Herr Maatz nicht gewählt. Wenn ein lukrativeres Angebot käme, wäre er sowieso wohl schnell wieder weg?

Die Warsteiner Bürger haben doch längst gemerkt, das hier jemand, ohne jeden Bezug zu Warstein, der nur aus Karrieregründen interessiert ist, von den beiden ehemaligen Volksparteien ins Rennen geschickt wird.

Das immerhin 12 Menschen ihm nicht ihre Stimme gaben, lässt zumindest ein Funken Hoffnung übrig, darauf das die SPD, sich ihrer alten Tugenden, als soziale Partei, irgendwann wiederbesinnt.

Die großen Sprüche von Paul Köhler sind ja mittlerweile bekannt, gut, dass er bei seiner Wiederwahl, mit nur 31 Stimmen, einen Denkzettel bekommen hat. Das er die BG als Bürgermeisterhörig beschimpft, ist hilflos. Was will er denn, dass sie hörig für ihn stimmen? Hat er nicht verstanden, wofür die gewählt wurden?

Werner Braukmann, WAL (=Grün) als Haider, sprich als braun zu bezeichnen, erschließt sich überhaupt nicht, weder menschlich, noch beruflich, noch politisch. Soweit bekannt, hat er in seinem ganzen Leben noch keine nationalistische Äußerung abgegeben. Und wer ihn kennt käme auch kaum auf die Idee. Das lässt sich anscheinend nur als irrationaler Ausrutscher verstehen. Interessant ist aber, wer sich da mit welchen Vergleichen befasst. Wer braune Vergleiche heranzieht, bewegt sich ja in Gedankenwelten, in denen braune Vergleiche möglich sind, und dass Paul Köhler wahnhaft die WAL für braun hält, sozusagen von daher auf diesen Vergleich gekommen ist, steht auch nicht zu vermuten. Wieder einmal zeigen einzelne SPD-Mitglieder ihr wahres Gesicht. Das heißt aber anscheinend nicht, dass die SPD sich da einig ist, sonst müssten manche SPDler nicht so ins Horn stoßen. 

Aber bei solchen Beschimpfungen ist Herr Köhler nicht zimperlich, aus LINKEN werden Stalinisten, während Ottmar Schreiner sie ausdrücklich als völlig demokratisch und zukünftigen Mehrheitsbringer links der Mitte bezeichnet. Sprachliche Entgleisungen aus eingebildeter Machtfülle?

Das die CDU nicht mehr der Hauptgegner der SPD ist, kann man, bei dem Vorsitzenden, nachvollziehen. Das hat vermutlich mit der politischen Ausrichtung von Köhler zu tun. Seine Frage lautet gerne: Bist du Teil des Problems oder Teil der Lösung? Hier muss man leider CDU und SPD als das Problem für unsere Stadt bezeichnen, und nicht als Lösung. Denn die beiden großen Parteien sorgen dafür, dass der Rat, und damit auch der Bürgermeister, handlungsunfähig gemacht werden. Sie blockieren doch die Bewahrung des Grundwassers und ein Ende des Steinabbaus.

Man darf nur hoffen, dass die Bürger sich die Beteiligten und ihre Aussagen merken, und ihnen hierfür bei der Kommunalwahl die Quittung geben.

Warum tritt Herr Köhler denn nicht selber an? Hat er Angst vor Manfred Gödde, den er doch für unfähig hält? Oder hat er Angst vor der eigenen Niederlage, sollen Andere für ihn fallen?

Unterschwellige Denunziationen als braun gegenüber garantiert nicht braunen Mitbürgern halten wir Linke jedenfalls für untragbar und menschlich nicht akzeptabel. Sollte sich da jemand entschuldigen?

Manfred Weretecki,
Vorsitzender DIE LINKE. Kreis Soest

Hans-Otto Spanke,
Mitglied des SprecherInnenrates DIE LINKE. Basisgruppe Warstein