Anti-Atom-Mahnwachen in Lippstadt und Soest
Mit Links den Atom-Wahnsinn stoppen und AKW abschalten!
Das Erdbeben in Japan mit Tausenden Toten ist eine schreckliche Naturkatastrophe. Den Opfern und ihren Angehörigen gilt unser Mitgefühl und unsere Solidarität. Die Folgen der Katastrophe lassen sich heute nur erahnen. Sicher ist jedoch, dass die Auswirkungen eines Super-GAUs durch den Kollaps mehrerer japanischer Atomkraftwerke verheerend sein werden. Dafür tragen Menschen Verantwortung. Wie hochtechnisiert die Gesellschaft auch sein mag, keine Regierung der Welt kann ein nukleares Unglück ausschließen. Schon im Normalbetrieb sind Atomkraftwerke eine tickende Zeitbombe. Kinder, die im Umfeld von AKW aufwachsen, haben ein mehr als dreifach erhöhtes Risiko, an Blutkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Deutschland ein Erdbeben die AKW zerstört, mag gering erscheinen. Trotzdem sind auch deutsche Kraftwerke letztlich unbeherrschbar. Die Anlagen in Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel sind mit durchschnittlich neun Störfällen pro Jahr berüchtigte Pannenreaktoren. Ausgerechnet die Strom- und Notstromversorgung sind sehr anfällig. Die Atomlobby und ihre politischen Unterstützer haben in der Vergangenheit immer wieder alle Bedenken vom Tisch gefegt. »Atomkraft ist sicher«, war die Devise. Die Ereignisse in Japan zeigen, dass es keine Sicherheit gibt. Die Laufzeitverlängerung der AKW in Deutschland ist unverantwortlich. Mit dem dreimonatigen Moratorium, das die Bundesregierung beschlossen hat, verfolgen Union und FDP vor allem ein Ziel: unbeschadet über die Landtagswahlen zu kommen. Die einzig richtige Antwort auf die atomare Katastrophe in Japan heißt: unverzüglich abschalten!
DIE LINKE fordert:
- Sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie
- Beschluss des Bundestages über den Ausstieg aus der Atomenergie per Gesetz
- Volksentscheide in den Bundesländern, in denen AKW stehen, falls der Antrag scheitert
- Genereller Verzicht auf Atomtechnologie sowie ein entsprechendes Exportverbot