16. Oktober 2008 DIE LINKE. Basisgruppe Lippstadt

Einkaufszentrum ist potemkinsches Dorf

Hängt ihn höher, den Kommerz

Schöne neue Welt

DIE LINKE. Basisgruppe Lippstadt 
Presseerklärung 16.10.2008

LINKE sagt "Ja" beim Ratsbürgerentscheid

DIE LINKE fordert die Bürgerinnen und Bürger auf am Lippstädter Ratsbürgerentscheid am 9. November teilzunehmen und mit "Ja" zu stimmen.

"Ja, ich bin dagegen," erklärt Michael Bruns von der Basisgruppe Lippstadt der Partei DIE LINKE. "Die Planung der Stadt Lippstadt ist nichts anderes als ein potemkinsches Dorf, Kulissen ohne Leben." Die Partei bezweifelt, dass die Planung der Stadt überhaupt umgesetzt wird. Die Kaufkraft geht - von der neoliberalen Politik befördert - seit Jahren zurück. Abschwung und Finanzkrise drohen die Lage zu verschlimmern. Eine Stärkung der Binnenkaufkraft ist nur durch eine Politik zu erreichen die Schluss macht mit Niedriglöhnen, 1-Euro-Jobs und Rentenkürzungen.

Die Stadt Lippstadt muss aufhören auf schlichten Kommerz zu setzen und stattdessen soziale, kulturelle und bauliche Aspekte berücksichtigen. Mit der Ja-Stimme wird der Weg frei für alternative Planungen. DIE LINKE ist für eine kleinteilige Bebauungsplanung des Geländes am Güterbahnhof und für die Förderung von Kultur in der Altstadt. Lippstadt fehlt ein Bürger- und Kulturzentrum mit bezahlbaren Räumlichkeiten für alle: Jugend, Vereine und Initiativen.

Großflächiger Einzelhandel gehört nicht in die Innenstadt. Das schöne Bild der historischen Altstadt wird durch neue unattraktive "Klötze" in billiger Bauweise verschandelt. Der Einzelhandel in der Innenstadt wird unter der Konkurrenz der großen Märkte von Kaufland, Media Markt und Co. leiden. Es wird mehr Leerstände in der Altstadt geben. Die großen Ketten bedeuten für die Beschäftigten oft prekäre Arbeitsbedingungen.

Das Beispiel des Soester City-Centers am Bahnhof hat gezeigt, dass im Wesentlichen nur Billig-Märkte und Discounter eingezogen sind. Das Südertor-West hat gezeigt, dass lediglich Geschäfte wie MediMax näher an die Innenstadt heran umgezogen sind. Es wird keine zusätzliche Kaufkraft nach Lippstadt gelockt.

Es gibt ungelöste Verkehrsprobleme: Es wird unnötig zusätzlicher Autoverkehr in der Innenstadt konzentriert. Eine Anbindung des Standortes erfolgt aber nur über die Nadelöhre der (kommenden) Unterführung Unionstraße und Stirper Straße. Am neuen Einkaufszentrum kommt es potentiell zum Verkehrsinfarkt. Es ist zweifelhaft, ob das Einkaufszentrum fußläufig angenommen wird und ähnlich erfolglos wird die seinerzeit die Woldemei-Passage.

Frühere Presseerklärung der LINKEN zum gleichen Thema

Externe Links:
Ja, ich bin dagegen (Kampagnenseite der Bürgerinitiative Lebendiges Lippstadt)
Bürgerinitiative Lebendiges Lippstadt
Stadt Lippstadt zum Ratsbürgerentscheid